E-Mails mit Guerilla-Taktik
admin | 26. Januar 2012 |Guerilla-Marketing ist seit Mitte der 1980er Jahre in aller Munde, es bezeichnet Marketing-Strategien, bei denen mit lächerlich niedrigem Etat große Erfolge erzielt werden. Der Name ergab sich im Grunde daraus, dass wie bei den Aufkleber-Aktionen einer Stadtguerilla auch Unternehmen kleine und größere Plakate flächendeckend und illegal verteilten, gelegentliche Bußgelder in Kauf nahmen und dafür mit geringstem Aufwand den größten Effekt erzielten. Teilweise nutzt Guerilla-Marketing auch provokante Botschaften, die den Rezipienten zum Reagieren und damit zur erhöhten Aufmerksamkeit verleiten – ein Mittel, das durch den Einsatz sozialer Medien wieder sehr populär werden dürfte.
E-Mails sind ein beliebtes Mittel im Guerilla-Marketing, denn sie weisen gleich zwei der Eigenschaften auf, die essenziell für die Underground-Strategie sind: die gegen null tendierenden Kosten und die Möglichkeit, eine provokante Botschaft direkt an den Rezipienten zu richten. Dazu muss allerdings die Betreffzeile sehr kurz und sehr prägnant formuliert werden. Der Empfänger liest im E-Mail-Postfach nur drei bis vier Worte und entscheidet darauf hin, ob er die Mail überhaupt öffnet. Man könnte es einmal mit “Schuhe jetzt umsonst” probieren. Nach dem Öffnen kann der Text ja heißen: “… jedenfalls teilweise. Denn der Shop XY hat nicht nur die Preise drastisch reduziert, sondern legt bei drei gekauften Paar Schuhen ein viertes kostenlos obendrauf. Wie finden Sie das? Schreiben Sie uns Ihre Meinung!”

